Der große Gatsby (2013)

Gatsby – Zu bunt, zu schrill, zu lang.


Der große Gatsby ist reich. Und das mag gefeiert werden, immer und immer und immer wieder. Auf seinem schicken Anwesen lebt der mysteriöse Mann, irgendwann inmitten der goldenen Zwanziger. Sein Nachbar, im kleinen Gartenhaus lebend, ist Nick Carraway. Er erzählt die Geschichte, die von Scott Fitzgerald stammt, und als Klassiker der amerikanischen Literatur in die Analen eingegangen ist. Es geht um Liebe, Besitz, Verlust – und allen vorran um Protz.
Eigentlich ist Leonardo DiCaprio ein Garant. Für gute Geschichten, vielschichte Charaktere und tolle Filme. Mit Gatsby allerdings ist irgendwas schief gegangen. Baz Luhrmann verbockt es. Dieser Film, erschienen 2013, ist von allem zu viel. Er wirkt nicht märchenhaft, sondern wie in den Farbtopf gefallen, er wirkt nicht bombastisch, sondern schrill und er dauert zu lang. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit bis die Handlung überhaupt beginnt, und sie trägt dieses insgesat 142 Minütige Machwerk nicht. Viel zu viele Längen dehnen die Länge bis ins Langweilige. DiCaprio gibt sich redlich Mühe, den Film auf seinen Schultern zu lagern, aber er allein schafft das nicht. Toby Maguire bleibt ebenso blaß, wie der Rest der Cast. Einzig Carey Mulligan überzeugt, aber ihre Rolle ist es auch bezaubernd zu sein. Das liegt ihr im Blut. Das Setdesign und die Kostüme sind natürlich überragend, aber sie sind auch das Hauptargument für diesen Film.

Ich hatte mich auf den Film gefreut. DiCaprio, Roaring Twenties und auch ein bisschen Baz Luhrmann-Freude schwang mit, da kann man auch mal über Maguire hinweg sehen, dachte ich. Aber Gatsby ist das optisch und akustisch schlechtere „Moulin Rouge“ (Luhrmans bombastisches Meisterwerk) und Gatsby ist die misslungene ‚roaring twenties‘ Version des „Wolf of Wall Street“ (DiCaprios Glanzrolle bei Scorsese).

Gatsby allerdings wirkt aufgesetzt, zu oppulent, zu beladen. Wie ein Drogenrausch, ohne Thrill und (leider:) blutleer.


 

Für die Ausstattung gibt’s von mir einen halben von fünf Kinosesseln.

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Neustart 2015

Und wieder ist das Jahr einen Monat alt und getan hat sich hier noch so rein gar nichts. Die Seite liegt im tiefsten Dornröschenschlaf, auch wenn die Ideen im Hintergrund bereits eifrig sprudeln.

„Setz dich. Nimm dir ’n Keks, machs dir schön bequem.“

(Das Leben des Brian)

2015 wird durchgestartet – auch mit dieser Seite. Es stehen viele Veränderungen an, doch die Begeisterung für große Geschichten wird bleiben. Was erwartet die Besucher auf dieser Seite zukünftig? Optisch beeindruckende Welten entdecken in zwei, drei Stunden? Die Bekanntschaft von tollen, guten, skurrilen, weisen, coolen, genialen, wahnsinnigen, bösen Menschen zu machen? In unbekannte Sphären eintauchen? Das ist Film! Und genau das ist es, was wir daran lieben. Daran möchten wir teilhaben lassen.

Es ist auch nicht ganz unwahrscheinlich, dass nicht nur die große Leinwand hier eine Ecke bekommt; wer komplexe Handlungen, spannende Charaktere und tolle Atmosphäre mag, der entdeckt immer öfter Serien auf dem heimischen Fernsehbildschirm für sich. Stellvertretend werden hier nur mal die wirklich Größten ihres Faches genannt, sei es  Game of Thrones oder Breaking Bad, die wir verehren.

Nicht zuletzt wird es hier auch ein ruhigeres Plätzchen geben, in der ein dicker, gut gepolsterter Lesesessel im warmen Licht steht. Und das vor einem gut gefüllten Bücherschrank, an dem jeder einzelne Bücherrücken pures Lesevergnügen verheißt – oder eben nicht.

Und so ganz nebenbei ist es möglich, dass wir auch das ein oder andere Mal Meinung haben zu Themen in der Öffentlichkeit. Der Kinosessel wird zum Spielplatz – wer hier  telefoniert, mit dem hell-leuchtenden Display eines Smartphones im Netz ist oder mit Popcorn um sich wirft, fliegt nur dann raus, wenn gerade der Film läuft.

Wir freuen uns auf das, was vom Kinosessel aus zu sehen sein wird

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Wer sich für die Fotokunst interessiert, dem sei unsere Mutterseite

www.redbench.de

noch einmal wärmstens ans Herz gelegt. Wer die Welt in ihrer Momentaufnahme entdecken will, ist dort genau richtig.


Ziehe mit offenem Herzen durch die Welt, dann findest du überall Zuhause.

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